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Donnerstag, 19. November 2009

Endlich...


...ein Leidensgenosse! Schöner "Kneipenknigge" auf www.kommtsofort.blogspot.com.


Unbedingt ansehen!






Q: http://static.twoday.net/Sternenmaedchen/images/blogspot-logo.png

Freitag, 16. Oktober 2009

Das Runde gehört in das Runde!


Was mich absolut RASEND macht, ist, wenn ich zur Schicht komme, und die Kollegen von der tagschicht hinterlassen mir so witzige Dinge wie falsch sortierte Gläser oder ein falsch sortiertes Schnapsregal. Das macht mich langsam, weil ich nicht einfach hingreifen kann und das Richtige in der hand halte, sondern erst suchen muss, wo alles steht. Ich kann das aber noch verstehen, da Tagschichtkollegen Pipi in die Augen kriegen, wenn sie mal einen Cocktail machen müssen, weil sie sich mit der Bar nicht auskennen.

Aber wenn ich hinten in der Küche nach einer geeigneten Schüssel für wasauchimmer suche, und ich mach die Schranktüren auf und mir fällt fast alles entgegen, dann könnt ich töten!!! Ist es denn so schwierig, Behältnisse zu stapeln? Habt ihr im Kindergarten nicht aufgepsst??? DAS KLEINE GEHÖRT IN DAS GROSSE!!! Und nicht umgekehrt!!!

aargh.


Q: http://www.yoomcom.de/images/58916.jpg

Die Neue und die Monsterschicht II


Am Dienstag hatte ich also schon wieder eine neue Kollegin, bzw, wir haben schon einmal zusammen gearbeitet, als ich eine Vertretungsschicht übernommen hatte; sie ist jetzt also meine feste Kollegin für dienstags und es war unsere erste reguläre Schicht.

Kurz: Ich bin begeistert. Wir kommen sehr gut miteinander aus: wir hassen Tussis, wir labern hinterm Tresen über die Gäste, wir singen bei allem, was wir tun, wir finden distanzlose Gäste schrecklich, wir rauchen, wir sortieren die Gläser beim Spülen, wir räumen Tische sofort ab, wir spielen gerne Karten, etc., etc.! Ausserdem ist sie einfach unglaublich gut. Wir haben fast zweite Umsatzgrenze gemacht. Bei der Abrechnung hat sie den Tip gezählt und es kamen 62€ dabei heraus.
"Das ist aber ziemlich enttäuschend", meinte ich, "ich dachte, wir hätten mindestens eine Umsatzgrenze geschafft."
"Mmmh, ja", sagte sie, "Wir hatten aber letzte Woche fast zweite Grenze, und ich hatte das Gefühl, dass die Schicht heute viel weniger anstrengend war!"

So zählen wir also das Geld und entdecken, dass unser Tip zwar beschissen ist (nowhere near 10%), dass wir aber genausoviel Umsatz gemacht haben wie in besagter Vergleichsschicht.
"Dass es dir so viel weniger anstrengend vorkam", bemerke ich zu ihr, "liegt bloss daran, dass ich so unglaublich guuuut bin!"
Gelächter.

Ich freu mich also darauf, künftig regelmässig mit ihr zusammen zu arbeiten! Nur das Trinkgeld macht mir ein wenig Sorgen - ich hab sonst immer über zehn Prozent. Hmmm. Hoffentlich war das eine Ausnahme.


Q: http://www.matthias-seifert.com/wp-content/uploads/gallery/gamegrafiken/kellnerin.jpg

Dienstag, 13. Oktober 2009

Die Neue und die Monsterschicht

Am Samstag war ich verkatert, weil ich am Abend vorher, nachdem die Generalprobe gut gelaufen war, vor Erleichterung gesoffen habe. Das war dumm, denn am Samstagmorgen hatte ich ja noch Korrekturproben angesetzt...! Ging dann aber echt noch ganz gut. War sogar eine der besten Proben, die ich in der Wiederaufnahma hatte. Und abends musste ich ja kellnern...

Ich hatte die Achtuhrschicht
und das Vergnügen mit F., einer der drei Neuen. F. ist ziemlich gut, sie hat ja auch schon Kellnererfahrung. Zwischendurch war ich manchmal n bisschen irritiert, weil sie mich bestimmte Sachen gefragt hat, wie wir einen Drink machen oder wie man eine bestimmte Kassenoperation durchführt; ich hab es ihr erklärt - und sie hat es dann doch anders gemacht!! WTF?!? Aber bis auf diese Besserwisserei komm ich echt gut mit ihr klar. Ich bin ein bisschen vorsichtig, weil mir jemand erzählt hat, sie würde petzen... Ich weiß nicht ob es stimmt, aber angeblich erzählt sie den Chefs, was gut läuft und was nicht. Hmmmm. Sie war wohl in dem Laden, in dem sie vorher war, auch nicht sonderlich beliebt. Hm-hmm. Ich geb ihr einfach trotzdem ne Chance und laber einfach in ihrer Gegenwart nicht über die Chefs rum!

Jedenfalls haben wir die dritte Umsatzgrenze geschafft! Das heisst, ab einer bestimmten Umsatzsumme bekommen wir nicht mehr 6,14€ pro Stunde, sondern 7€, bei der nächsten Grenze 7,50€, dann 8€, schließlich können wir bis auf 8,50€ pro Stunde aufsteigen. (Dann ist allerdings Schluss. L. sagt, mehr als 8,50€ pro Stunde zahle sie nicht...) Dabei muss man wissen, dass es total leer war, als ich kam, es war die drei Stunden vorher absolut nichts los gewesen und wir haben unseren ganzen Umsatz erst ab halb neun gemacht.

Wir waren dann um 04.00 draußen. Ich hatte 107€ in der Tasche, für acht Stunden ist das echt gut! Natürlich habe ich mir dafür auch den Arsch aufgerissen... Aber es lief echt gut mit der Neuen. Wir hatten zwar die ganze Zeit Stress, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir hoffnungslos hinterherhingen. Tip war auch okay, zwar nicht ganz zehn Prozent, aber das hat man nie, wenn so viel los ist. je hzöher die Rechnung ist, desto unwahrscheinlicher ist es halt, dass jemand nochmal 10% draufschlägt...!

Was mich allerdings wirklich genervt hat, war, dass der Laden so voll war, dass die Leute in den Gängen standen. Besonders am Tresen, wo ich immer durch muss! Ich habe angefangen mit "Entschuldigung, könntest du dich woanders hinstellen, ich komm sonst nicht mehr durch!". Weiter ging es mit "Das ist echt ungünstig, wenn du hier stehst!". In der nächsten Phase wurde "ungünstig" durch "scheiße" ersetzt, und als sich die Leute immer noch nicht wegbewegten, habe ich angefangen, ihnen mit voller Absicht meine Ellenbogen in die Rippen zu rammen! Ich begreife diese Leute nicht!! Ich ARBEITE hier! Und habe Tabletts mit Getränken in der Hand!!!

Außerdem hat Tisch 12 die Frechheit besessen, zu winken und zu rufen, während ich an der 11 die Bestellung aufnahm, um mich dann, während ich immer noch mit der 11 sprach, am ÄRMEL ZU ZUPFEN!!! Meine Güte!!! Egozentrisch ist wohl das richtige Wort dafür!

Jetzt muss ich gleich wieder hin, bin gespannt, ob ich heut abend auch wieder gut zu tun hab und gut verdiene. Arbeite wieder mit einer neuen Kollegin, aber darüber ein anderes Mal mehr.

Dienstag, 22. September 2009

Brüllaffe und Co

Der gestrige Abend war ziemlich unspektakulär. Ich hatte mir zwar eine mittlere Schicht gewünscht, hatte aber eine eher lahme, wobei der Umsatz lahm war, ich nicht. Es stellte sich heraus, dass mein Kollegin N. sehr müde war, verzeihlich, denn immerhin war es ihre letzte Schicht und sie steckt mitten im Umzugsstress. Es führte allerdings dazu, dass sie viel hinter dem Tresen stand und sich beklagte, dass es so langweilig sei und nichts zu tun, während ich gar nicht sooo wenig zu tun hatte... Aber nevermind. Sie war immer eine nette Kollegin und ich bitche hier nicht rum über Leute, die es an ihrem letzten Abend mal fünfe gerade sein lassen.

Tisch 11 ging mir allerdings auf die Nerven:
Zwei Typen, um die dreißig, kommen gegen 22.00 rein, setzen sich in den Raucherbereich und bestellen "zwei große, kalte Bier". Das ist natürlich kein Problem, sowas mach ich in dreißig Sekunden fertig. Später am Abend betrete ich den Raucherbereich, Tisch 11 hat das Bier zu 75% geleert, Tisch 13 hat schon komplett geleerte Getränke. Ich wende mich Tisch 13 zu, da brüllt es in meinem Rücken:

"Hey! Können wir noch zwei Bier haben?"

Mann, Jungs. Ich hätte euch schon auch noch gefragt, ob ihr noch etwas trinken wollt. NACHDEM ich mit dem anderen Tisch fertig bin. Normalerweise versucht man erst einmal Blickkontakt mit der Kellnerin aufzunehmen, bevor man brüllt. Ihr habt doch noch nicht mal ausgetrunken!

Als ich dann zum Kassieren herumging
(und Tisch 13 schon abkassiert hatte) und mich an Tisch 11 wandte, hieß es:
"Können wir noch zwei Bier haben?"
Alter, ich hab doch gerade am Nebentisch erklärt, dass ich jetzt abkassiere, weil wir jetzt schließen. Ihr sitzt direkt daneben. Ihr habt das gehört. Und wenn die Kellnerin mitten in der Nacht mit einem Portemonnaie und Rechnungen herumgeht, wissen die meisten Leute, was das heißt. Na gut. Dann erkläre ich es euch halt nochmal.

"Tut mir leid. Das macht dann 11.20."
"Zwölf, bitte. - Ist nicht viel, aber ich bin Student."
Ich bin auch Studentin, du papabezahltmeinautoverwöhnter Brüllaffe.
"Ich hoffe, das ist okay. Na gut, war ein blöder Spruch. Mach dreizehn. Aber ich bin wirklich Student!"
Ja doch! Hab ich irgendwas gesagt? Nein, ich habe mich artig bedankt und muss jetzt so tun, als wäre der Euro extra der Hauptgewinn bei der Aktion Mensch. Siehst du mich strahlen? Ich krieche zu deinen Füssen für fünfzig Cent mehr. Du bist Student. Ich dagegen bin natürlich nur Kellnerin. Idiot.

Bevor Brüllaffe und sein Freund hereinkamen, war Tisch 11 Bestandteil einer anderen Art von Freakshow. Ein komischer Typ saß fünf Minuten mit seiner Begleitung herum, ohne in die Karte zu sehen, ließ mich dann alle Biersorten aufzählen und bestellte dann "ein kristallklares Hefeweizen mit einem Scheibchen Zitrone, wenn das möglich wäre?" Seine Lady war zu blond, trug zuviel Wimperntusche, war unfähig, Blickkontakt aufzunehmen und säuselte, sie "wüsste es noch nicht..."

Später bestellte der Typ zwei Essen. Als ich diese brachte, fragte ich, wer denn welches Essen bekäme. Hmmmm... es stellte sich heraus, dass beide für ihn waren. (???) - Meine Kollegin, die die beiden später kassierte, äußerte die Ansicht, das sei anscheinend ein erstes Date gewesen und das Mädchen sei offensichtlich genausowenig von dem Typ begeistert gewesen wie ich.

Ansonsten hatte ich an bemerkenswerten Gästen nur noch zwei Abiturientinnen, die Cocktails tranken. Das Trinkgeld betrug wider Erwarten 10%. Im Gedächtnis geblieben sind sie mir aber aufgrund der Tatsache, dass sie "zwei Gaipis" bestellten, und ich erst nach und nach kapierte, dass sie auf zwei Caipirinha aus waren.


Q: http://www.waikikibar.de/cms/images/stories/aktuelles/caipi.jpg

Montag, 21. September 2009

Zwischendienst

"Hallo! Ich bin richtig krank. Gleich kommt L. und löste mich ab, aber die kann nur bis 15.30. Kannst du vielleicht für anderthalb Stunden einspringen?"

Klar kann ich. Ich muss dann zwar um 20.00 wieder hin und die Nachtschicht arbeiten, aber immerhin wohne ich gleich nebenan und sitz eh nur am Computer. Also hab ich vorhin anderthalb Stunden Tagschicht gemacht, bis zum Schichtwechsel um 17.00. Ich hab mit drei Tischen angefangen und hab am Schluß elf Tische abkassiert, mit noch ein paar Tischen dazwischen. 6,14€ Stundenlohn plus 9,10€ Tip machen 19,10€ für 90 Minuten. Das finde ich gar nicht schlecht!

Schlecht war nur, dass L. mir ein totales Chaos übergab. Sie behauptete zwar, es sei alles vorbereitet und aufgefüllt - das entsprach aber leider nicht den Tatsachen... Also musste ich tasächlich ordentlich schuften, um meiner Kollegin um fünf einen vernünftigen Laden zu übergeben. Man muss dazu wissen, dass L. unsere Chefin ist. Da wundere ich mich schon, wenn sie nichts aufgefüllt hat, kein Besteck gewickelt ist, die Tische voller Krümel sind, die Karten irgendwo rumfliegen, im Raucherbereich kein einziger Aschenbecher steht, dafür neben dem Tresen zwanzig randvolle Ascher, sich am Tresen die schmutzigen Gläser türmen und die Waschbecken hinten bis zum Rand gefüllt sind mit Tellern, Besteck, Essensresten, Lappen, Servietten und Plastikverpackungen. Etc, etc, p.p.!

Was denkt die sich eigentlich? Sie ist doch die Chefin und sollte ein Vorbild sein! Und ich bin so nett und springe kurzfristig ein, obwohl ich eigentlich gar nicht zur Tagschicht gehöre, und dann soll ich sämtliche Vorbereitungsaufgaben übernehmen, die sie in den sechseinhalb Stunden vorher nicht erledigt hat? Die macht mich manchmal echt rasend, die Frau!!!

Nun gut. In einer Dreiviertelstunde gehts weiter.
Ich habe meine Kollegin N. ja vorhin bei der Schichtübergabe schon gesehen, gleich arbeiten wir das letzte Mal miteinander, denn sie hat heute abend ihre letzte Schicht! Ich mag sie sehr gern und finde es schade, dass sie geht. Hoffentlich wirds wenigstens ein guter (sprich: mittelanstrengender) Abend.

Q: http://www.konsens-web.de/uploads/pics/kleingeld.jpg